Stasimuseum

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Museum in der ehemaligen Zentrale des Ministeriums für Staatssicherheit

Neue Dauerausstellung „Staatssicherheit in der SED-Diktatur“
Im Mittelpunkt der Dauerausstellung steht die Frage, wie es der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) über 40 Jahre hinweg gelang, Millionen von Menschen in der DDR unter Kontrolle zu halten. Wichtigstes Instrument dabei war das Ministerium für Staatssicherheit (MfS), das „Schild und Schwert der Partei“. Im Haus 1, dem Dienst

11/06/2026

K o s t e n f r e i e F ü h r u n g
„Die Agenten der Staatssicherheit - Spionage und Identitätsdiebstahl"
17. August, 16:00 bis 17:30
zur Teilnahme bitte kostenfreie Tickets buchen:
https://stasimuseum.shop.koronaevent.de/de/offers/117641

Im Rahmenprogramm des Campus-Kinos haben Sie die Möglichkeit, an einer kostenfreien Themen-Führung durch die Ausstellung teilzunehmen. Gezeigt wird am 17.8., ab 19:30, der Spielfilm "Zwei Leben". In diesem Film geht es um die Nutzung von fremden Identitäten für die Spione der Staatssicherheit.
Link zum Programm: https://www.bundesarchiv.de/themen-entdecken/vor-ort-entdecken/veranstaltungen/termin/zwei-leben-spielfilm-berlin-17-08-2026/

Das Campus-Kino wird veranstaltet vom Stasi-Unterlagen-Archiv in Zusammenarbeit mit dem Berliner Beauftragter zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und der Robert-Havemann-Gesellschaft e. V.n-Gesellschaft e. V.

11/06/2026

Im August verwandelt sich der Innenhof der ehemaligen Stasizentrale in ein Open-Air-Kino. Von Montag, 3. August, bis Donnerstag, 27. August 2026, präsentiert das Campus-Kino Filme zur DDR-Geschichte, Staatssicherheit, zu Widerstand und Aufarbeitung.

Hier der Link zum Programm: https://www.bundesarchiv.de/stasi-unterlagen-archiv/stasi-zentrale-campus-fuer-demokratie/campus-kino/

Das Campus-Kino wird veranstaltet vom Stasi-Unterlagen-Archiv in Zusammenarbeit mit dem Berliner Beauftragter zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und der Robert-Havemann-Gesellschaft e. V.

Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Veranstaltung findet in der Ruschestraße 103, 10365 Berlin statt. Die Anreise mit der U-Bahn-Linie 5 (Magdalenenstraße) sei empfohlen; es gibt in der Nachbarschaft nur wenige Parkplätze.

Foto: Stasi-Unterlagen-Archiv

13/04/2026

"alle verantwortlichen Mitarbeiter … akzeptierten die offizielle Darstellung des Suicid des Domaschk ...“

Am Abend des 10. April 1981 werden Peter Rösch und sein Freund Matthias Domaschk von der DDR-Transportpolizei "zugeführt". Unter der Überschrift "Kampfkurs X" führt die Staatssicherheit "Maßnahmen" durch, damit die kommunistische Partei in Ost-Berlin ihren 10. Parteitag "störungsfrei gestalten" kann. Rösch und Domaschk gelten der Stasi als Störer. Beide gehören zu jenen Menschen in der DDR, die sich ihres Verstandes bedienen und selbstbestimmt leben wollen. Seit Jahren "bearbeitet" die Staatssicherheit diese Menschen, ihre Freundeskreise, versucht sie zu korrumpieren, zu brechen, ihre Treffpunkte stillzulegen, ihre Kreise zu zerstören.

Thüringer Mitarbeiter der Staatssicherheit übernehmen die jungen Männer von der Trapo, bringen sie ins Stasi-Gefängnis nach Gera und "bearbeiten" sie bis zum Morgen des 12. April. An den "Maßnahmen" beteiligt sind u.a. die Mitarbeiter der Staatssicherheit Hauptmann Dieter Strakerjahn, Oberleutnant Hans-Joachim Seidel, Leutnant Roland Peißker und Hauptmann Horst Köhler. Ungenannt bleiben hier die Fahrer, die Sekretärinnen, die Schließer, die Mitarbeiter im Heizhaus, jene, die "rückwärtig" tätig sind und den ganzen Laden am Laufen halten.

Während Peter Rösch das Gebäude der Staatssicherheit wieder verlassen kann, ist Matthias Domaschk am Morgen des 12.4.1981 bereits tot. Hauptmann Köhler schreibt später in eine Akte: "alle verantwortlichen Mitarbeiter … akzeptierten die offizielle Darstellung des Suicid des Domaschk ...“

Bis heute ist der Tod des Matthias Domaschk nicht vollständig aufgeklärt. Die beteiligten Stasi-Mitarbeiter haben geschwiegen. Sie konnten sich "nicht erinnern".

Text des Tagesspiegels zum Thema:https://www.havemann-gesellschaft.de/fileadmin/robert-havemann-gesellschaft/themen_dossiers/Matthias_Domaschk/max_thomas_mehr_markthalle_stasi.pdf

(Foto: Matthias Domaschk auf dem Marktplatz in Jena, Quelle: Archiv der Robert-Havemann-Gesellschaft, RHG_Fo_HAB_11725

10/04/2026

Tschekisten müssen Sprit sparen

Im Verlauf einer Dienstkonferenz innerhalb der Linie VIII des Ministeriums für Staatssicherheit (Observation, Durchsuchungen, Verhaftungen) wird der Sparkurs erläutert, den die SED-Parteiführung der DDR verordnet hat.

1982 drosselte die Sowjetunion den Export von verbilligtem Öl in die DDR. Weil die DDR mit dem Export von veredelten Öl-Produkten jedes Jahr mehrere zehn Milliarden Valuta-Mark verdiente, traf sie diese Entscheidung des "großen Bruders" hart. Der Staatshaushalt geriet in Gefahr!

Also heißt es fortan bei der Stasi: "Durch weitere geeignete Maßnahmen konsequent noch vorhandene Reserven erschließen, um vorgegebene Einsparungsraten zu überbieten!"

Zu Besuch im vermüllten Berlin: Herumliegender Abfall schadet auch dem Tourismus 30/03/2026

Das Stasimuseum ist eine wichtige Adresse für viele Berlin-Besucher. Als eine Kultureinrichtung, deren Besucherzahlen vom Berlin-Tourismus beeinflußt werden, behalten wir die Tourismus-Statistik im Auge. Zwischen 1996 und dem Jahr 2019 ist die Zahl touristischer Übernachtungen in Berlin von 7,5 Millionen auf über 34 Millionen gestiegen. Dieser langfristig positive Trend brach mit den tiefgreifenden Einschränkungen der Corona-Zeit ab. Zwar stiegen die Besucherzahlen in den letzten Jahren wieder an. Allerdings stagnieren die Zahlen seit 2023. https://www.berlin.de/sen/wirtschaft/branchen/tourismus/tourismus-in-zahlen/

Es stimmt insbesondere nachdenklich, daß die Anzahl der Besucher aus den europäischen Nachbarländern Österreich, Schweiz, Italien, Niederlande, Polen und England zurückgeht. https://www.morgenpost.de/berlin/article411252196/berlin-hype-vorbei-weniger-uebernachtungen-weniger-gaeste.html

Spricht man mit Berlin-Besuchern über ihre Erlebnisse, kommen der überall sichtbare Verfall der deutschen Hauptstadt und ein sich verschlechterndes Sicherheitsgefühl zur Sprache. Wenn an einem wichtigen Tourismus-Hotspot wie dem Humboldt-Forum Menschen durch Messerangriffe verletzt und getötet werden, bleiben die Urlauber weg. https://www.welt.de/regionales/berlin/article68c7e69a677ecd7137102c81/Toedliche-Attacke-am-Touristenort-Polizei-verstaerkt-Praesenz.html

Im Jahre 2024 gab es in Berlin statistisch knapp 10 Messerangriffe täglich. In drei Monaten Anfang des Jahres 2025 wurden 186 Menschen leicht, 29 schwer verletzt und 3 Menschen getötet. Schwerpunkt der Kriminalität: das Herz des alten Berlins, der Alexanderplatz in Mitte. Der Alex ist ein wichtiger Umsteigebahnhof für Touristen. https://www.morgenpost.de/berlin/article409348209/berlin-hier-wurde-2025-am-haeufigsten-das-messer-gezueckt.html

Ständig wachsender Tourismus mag für manche Menschen kein unbedingt wünschenswertes Ziel sein. Trotzdem haben hunderttausende Berliner einen Arbeitsplatz, der vom Tourismus finanziert wird. Und wenn die Zahlen sinken, sollte man sich fragen, warum. Denn der Tourismus ist ein Indikator für den Zustand einer Stadt. https://www.tagesspiegel.de/meinung/leserbriefe/zu-besuch-im-vermullten-berlin-herumliegender-abfall-schadet-auch-dem-tourismus-15285712.html

https://www.bild.de/regional/berlin/drogen-sumpf-kottbusser-tor-in-berlin-junkies-muell-zeltlager-66b860d856b3740ce4d96a8a

Es ist an der Zeit, daß man sich in Rathäusern und Parlamenten abseits von Tourismuskonzepten, Olympiabewerbungen oder der Expo-Ausrichtung fragt, was man gegen den von vielen deutschen und ausländischen Besuchern wahrgenommenen Abstieg der Metropole tun will. Es müssen Lösungen gefunden werden für Probleme wie das Kampieren vor Bahnhöfen und in Grünanlagen, auf Wegen und unter Brücken, die offenen Drogenszenen, Gewalt- und Schmutzexzesse, Vermüllung und den Zerfall der Infrastruktur.

Wenn eine Million oder auch irgendwann 10 Millionen Touristen weniger nach Berlin kommen, wird insbesondere die unabhängige Kulturszene, die ihre Ausgaben mit Eintrittsgeldern selber finanziert, stark darunter leiden. Der sich selbst verstärkende Kreislauf hat möglicherweise bereits begonnen.

https://www.tagesspiegel.de/berlin/ausmass-an-rucksichtslosigkeit-das-sprachlos-macht-pankows-stadtratin-fordert-konsequenzen-nach-eskalierten-abifeiern-in-berlin-15384877.html

https://www.bz-berlin.de/berlin/lichtenberg/kuemmert-euch-endlich-um-den-bahnhof-lichtenberg

https://www.merkur.de/reise/usa-warnen-vor-urlaub-in-deutschland-und-13-europaeischen-laendern-eine-staendige-bedrohung-93758826.html

Zu Besuch im vermüllten Berlin: Herumliegender Abfall schadet auch dem Tourismus Unsere Leserin ist aus dem Ruhrgebiet einiges an Müll auf den Straßen gewohnt. Aber die Hauptstadt übertrifft selbst Gelsenkirchen und Dortmund nach ihrem Eindruck. Und wie sehen Sie’s?

Was wird aus der Stasi-Zentrale in Leipzig? 11/03/2026

In Leipzig hat man ähnliche Probleme wie in Berlin. Auch hier hat der SED-Staat burgartige Bürotürme für überdimensionierte Sicherheitsapparate geschaffen. Nach dem Ende der Diktatur standen sie - in Leipzig wie in Berlin - schnell leer. Heute fehlen zwar nicht die Ideen für die Zukunft - Ideen gibt es zuhauf. Doch die Vorstellungen gehen weit auseinander und schließen sich teilweise gegenseitig aus.

"Leerstand abreißen, zeit- und bedarfsgerecht neu bauen!", sagen die einen. "Originalgetreu erhalten und mit neuem Inhalt füllen!", sagen die anderen. Und dazwischen gibt es viele Vorschläge, die versuchen, Kompromisse zu finden.

Die heutigen Schwierigkeiten, in diesen Angelegenheiten zu einer Entscheidung zu kommen, spiegeln nicht nur die aktuellen Finanz- und Planungsprobleme. Hier zeigt sich auch der lange und dunkle Schatten der Diktatur, die erst selbstherrlich planen, abreißen und bauen konnte, dann1990 kollabierte und ihre nutzlosen Trutzburgen der Macht hinterließ. Und nun seht zu, liebe Leute, was ihr damit macht ...

Heutige Entscheidungsträger stehen vor der Herausforderung, historische Verantwortung, moralische Erwägungen, städtebauliche Notwendigkeiten und finanzielle Realitäten in Einklang zu bringen. Oder zumindest sich für das Eine oder das Andere zu entscheiden.

Was wird aus der Stasi-Zentrale in Leipzig? Auf dem Matthäikirchhof in Leipzig stehen alte Stasi-Gebäude leer. Mit großer öffentlicher Beteiligung wurden Ideen für eine neue Nutzung entwickelt. Warum dauert es so lange? Wer bezahlt das alles?

09/03/2026

Der Historiker Dr. Christian Booß fasst in einem aktuellen Artikel den Sachstand zum Komplex der ehemaligen Stasizentrale in Berlin-Lichtenberg zusammen. Über diesen Link erreichen Sie die Website des Bürgerkomitees 15. Januar e.V.:
https://h-und-g.info/forum/schwerpunkt-1/26-nva/gr

(Foto: Stasimuseum/John Steer)

Photos from Stasimuseum's post 04/02/2026

Der Dokumentarfilm „The Spies Among Us“, der in Deutschland noch keinen Verleih gefunden hat, wirft "einen der seltenen Blicke in die inneren Abläufe des totalen Überwachungsstaates DDR, der mit der Staatssicherheit ein gefürchtetes und effizientes Instrument zur Unterdrückung und Zersetzung missliebiger Mitbürger betrieb". (Zitat: https://www.uokg.de/2025/04/dokumentarfilm-the-spies-among-us/).

Hier der Link zu einer weiteren Rezension: https://www.welt.de/geschichte/article69776cb8707d4aa207581dc4/ddr-stasi-dokumentarfilm-the-spies-among-us-das-verstoerende-protokoll-eines-lebens.html

In dem Film kommt auch der ehemalige Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit, Heinz Engelhardt, zu Wort. Dessen letzter Arbeitsplatz befindet sich in der dritten Etage des Stasimuseums und kann besichtigt werden. Von diesem Schreibtisch aus sollte er im Auftrag der SED-, ab Februar 1990 dann PDS-dominierten DDR-Regierung, die Auflösung der Staatssicherheit betreiben.

Nachgerufen: Zum Tod von Stefan Lauter • UOKG e.V. 29/01/2026

Wir möchten hinweisen auf einen Nachruf der UOKG zum Tod von Stefan Lauter.
Stefan Lauter gehörte in der Aufbauzeit unseres Museums zu den aktiven Zeitzeugen, die im ehemaligen Dienstsitz des Ministers für Staatssicherheit Führungen durchführten. Darüber hinaus unterstützte er das Stasimuseum wo er konnte bei alltäglichen Problemen und Aufgaben eines Ausstellungsbetriebes. Sein früher Tod ist unendlich traurig. Christian Sachse hat in seinem Nachruf einfühlsame und weise Worte zum Abschied gefunden.
https://www.uokg.de/2026/01/nachgerufen-zum-tod-von-stefan-lauter/

Hingewiesen sei auch auf das FB-Profil der Schriftstellerin Grit Poppe und ihren Nachruf.
https://www.facebook.com/grit.poppe

Nachgerufen: Zum Tod von Stefan Lauter • UOKG e.V. von Christian Sachse Mitte Januar 2026 verstarb unser Freund Stefan Lauter. Als Mitstreiter über mehr als drei Jahrzehnte gegen die Verharmlosung des SED-Unrechts in Heimen und Jugendstrafanstalten war Stefan Lauter ein lebender Beweis dafür, dass es auch misslingen konnte, aus einem...

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