Faire Mobilität

Faire Mobilität

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Faire Mobilität unterstützt Beschäftigte aus Mittel- und Osteuropa bei der Durchsetzung ihrer Arbeitsrechte in Deutschland.

Faire Mobilität hilft, gerechte Löhne und faire Arbeitsbedingungen für Beschäftigte aus den mittel- und osteuropäischen EU-Staaten auf dem deutschen Arbeitsmarkt durchzusetzen. Die politische Verantwortung für Faire Mobilität liegt beim DGB-Bundesvorstand. Seit 2011 hat Faire Mobilität bundesweit 13 Beratungsstandorte aufgebaut. Die Berater*innen informieren, beraten und unterstützen mobile Beschä

Photos from Faire Mobilität's post 23/06/2026

in Deutschland und Rumänien

📝🏠Thema: Arbeitslosengeld (ALG I) nach Rumänien mitnehmen

👇Das sind die wichtigsten Schritte:

1. Vor der Ausreise:
📌Antrag auf Arbeitslosengeld (ALG I) und Leistungsmitnahme bei der Agentur für Arbeit
2. Das Dokument:
📌Die Agentur prüft den Antrag und stellt das Formular PD U2 aus
3. Die Frist:
📌Ein Export der Leistungen ist für max. 6 Monate möglich - zunächst erfolgt die Mitnahme für 3 Monate
4. Nach der Ankunft:
📌Innerhalb von 7 Tagen bei der zuständigen Arbeitsverwaltung in Rumänien melden!
5. Verlängerung:
📌Rechtzeitig Antrag auf Verlängerung für weitere 3 Monate stellen

Photos from Faire Mobilität's post 22/06/2026

🚛🤝Letzte Woche fand unsere Lkw-Aktion an den Raststätten Sindelfinger Wald und Schönbuch Ost statt. Gemeinsam mit dem DGB-Kreisverband Böblingen, der Beratungsstelle Faire Arbeit Baden-Württemberg und der Evangelischen Betriebsseelsorge sprachen wir Lkw-Fahrer*innen und Transporterfahrer*innen an, verteilten Vitaminbonbons, Stifte und Informationsflyer, bedankten uns für ihre wertvolle Arbeit und machten sie auf unser Beratungsangebot aufmerksam.

Die angesprochenen Fahrer*innen kamen aus Rumänien, Polen, Indien, Belarus, der Ukraine, Bosnien und Herzegowina sowie Serbien.

Einige Fahrer äußerten sich zufrieden mit ihrem Nettolohn, andere Gespräche offenbarten strukturelle Probleme: Überschreitung der Arbeitszeit, fehlende Parkplätze und den schlechten Zustand der Sanitäranlagen auf Raststätten.

Ein polnischer Fahrer auf der Strecke zwischen Polen und Italien hatte noch nie von der Möglichkeit gehört, den deutschen Mindestlohn geltend zu machen. Er äußerte zudem eine Sorge, die im Transportgewerbe nicht selten ist: Er wolle wissen, was er genau geladen hat – aus Angst, unwissentlich illegale Güter wie Drogen oder Zi******en zu transportieren. Bei Problemen mit dem Arbeitgeber würde er lieber die Stelle wechseln, als dagegen vorzugehen. Auch ein deutscher Fahrer war unter den Gesprächspartnern – einer, der vor 30 Jahren selbst in einer Spedition arbeitete und die Branche von innen kennt. Den Vergleich zu damals zieht er klar: „Ich bin froh, dass ich täglich nach Hause fahre und alle ärztlichen Termine wahrnehmen kann.“

Neben der Bedeutung regelmäßiger Pausen für Gesundheit und Verkehrssicherheit informierten wir auch über eine konkrete neue Regelung: Ab dem 1. Juli 2026 gilt für Transporter zwischen 2,5 und 3,5 Tonnen Gesamtgewicht die Pflicht zur Nutzung digitaler Tachographen.

Die Resonanz auf unsere Aktion war insgesamt positiv. Viele Fahrer*innen freuten sich über die persönliche Ansprache und das aufrichtige Interesse an ihrer Situation.

Photos from Faire Mobilität's post 19/06/2026

in Deutschland und Rumänien

👵👴Thema Rente: Wo muss ich sie beantragen und welche Regelungen gelten in Deutschland und Rumänien?

📝Rentenantrag
- Den Antrag stellst du im Land deines Hauptwohnsitzes
- Diese Rentenversicherung klärt deine Ansprüche mit den anderen EU-Ländern

💡Gut zu wissen:
In Deutschland gilt ein höheres Renteneintrittsalter als in Rumänien! Du kannst deine rumänische Rente allerdings bereits erhalten, auch wenn du in Deutschland noch nicht im Rentenalter bist.
❗️Außerdem unterscheidet sich die Mindestwartezeit.

Photos from Faire Mobilität's post 18/06/2026

in Deutschland und Rumänien

🤕Thema: Was steht dir als Arbeitnehmer*in nach einem Arbeitsunfall in Deutschland zu?

1. Sachleistungen🩺🩹
- Heilbehandlungen
- Therapien
- Ärztliche Untersuchungen
⟶ Die Behandlung ist auch in Rumänien möglich, mit dem Dokument DA1.

2. Geldleistungen🩼💶
- Verletztengeld bei Arbeitsunfähigleit
- Verletztenrente bei dauerhaften Schäden
⟶ Ein Export der Leistungen nach Rumänien ist möglich.

Publikation: Informationen zur Branche „Internationaler Straßentransport“ 17/06/2026

Wir haben unser Branchendossier zum Internationalen Straßentranport aktualisiert, erweitert und in ein neues Layout überführt.💪

🚛🔍Die Online-Publikation erläutert das Geschäftsmodell der Branche, die Situation mobiler Beschäftigter, Lebens- und Arbeitsverhältnisse, betriebliche und gewerkschaftliche Situation sowie die rechtlichen Rahmenbedingungen auf EU-Ebene und das deutsche Lieferkettengesetz.

Publikation: Informationen zur Branche „Internationaler Straßentransport“ Erfahrungen aus der Beratungspraxis von Faire Mobilität

Photos from Faire Mobilität's post 16/06/2026

📣Wir starten eine Informationsreihe zum deutschen und rumänischen Arbeitsrecht!
in Deutschland und Rumänien

🔍Thema: Arbeitsunfall in Deutschland melden

⚠️Wichtig: Arbeitsunfälle IMMER melden!
👇So funktioniert’s:

📌Im Krankenhaus sofort “Arbeitsunfall” angeben!

📌Unfall selbst zeitnah an die Berufsgenossenschaft melden - besonders, wenn der Arbeitgeber sich weigert dies zu tun

📌Auch wenn du ohne Behandlung zurück in die Heimat geschickt wirst - deine Rechte bleiben bestehen!

📌Immer in Kontakt mit der Berufsgenossenschaft bleiben - wer nicht antwortet, verliert den Anspruch

💡Warum eine Reihe?
Ende April haben Expert*innen aus deutschen und rumänischen Organisationen Fragen der Unfall-, Renten- und Arbeitslosenversicherung sowie des Arbeitsrechts gemeinsam in Berlin bearbeitet. Die Veranstaltung wurde durch die European Labour Authority (ELA), das BMAS und Faire Mobilität gemeinsam organisiert. Die Reihe wird parallel auch auf unserer rumänischsprachigen Seite Faire Mobilität Română gepostet.

Photos from Faire Mobilität's post 14/06/2026

LKW-Aktion im Ostuferhafen Kiel am 10. Juni

Am 10. Juni waren Faire Mobilität, Faire Integration, workers_sh, der KDA sowie eine AWO-Übersetzerin im Ostuferhafen Kiel unterwegs, um mit internationalen LKW-Fahrer*innen über ihre Arbeitsbedingungen zu sprechen. In mehreren Teams konnten zahlreiche Gespräche mit Fahrern aus verschiedenen Ländern geführt werden, darunter aus der Ukraine, Georgien, Kirgisistan, Usbekistan, Turkmenistan und Kasachstan.

Die Gespräche zeigten einmal mehr, wie unterschiedlich die Beschäftigungsbedingungen im internationalen Straßengüterverkehr sind. Einige Fahrer berichteten von langjährigen Arbeitsverhältnissen bei Unternehmen aus Lettland, Polen, Litauen, Dänemark oder Deutschland und beschrieben ihre Situation als zufriedenstellend. Andere machten auf problematische Arbeitsbedingungen aufmerksam, bei anderen konnte man es erahnen:"Ich möchte auf gar keinen Fall etwas Schlechtes über meinen Arbeitgeber sagen. Ich kann hier einfach viel mehr verdienen als in meinem Heimatland. Aber 13,90 Euro pro Stunde bekommt hier keiner." Ein Fahrer erzählte, dass er für die Jobvermittlung sehr viel Geld bezahlt habe. Die Angaben zu Löhnen reichten von Tagespauschalen zwischen rund 90 und 120 Euro bis hin zu einem Bruttomonatslohn von etwa 3.800 Euro. Während manche Fahrer bezahlten Urlaub erhalten und feste Arbeitszeitmodelle haben, berichteten andere, dass sie keinen bezahlten Urlaub bekommen und über lange Zeiträume unterwegs sind. Ein Fahrer ist schon seit dem Jahreswechsel im Einsatz, ohne ein einziges Mal nach Hause zu kommen. In dreimonatigen Abständen können manche immerhin am Standort des Arbeitgebers eine 15-tägige Pause einlegen und in dieser Zeit eine Unterkunft des Arbeitgebers nutzen - wie sie in dieser Pause bezahlt werden, blieb jedoch sehr nebulös. Einige sagten, sie werden dann bezahlt, andere, dass sie während dieser Nichteinsatzzeiten, und auch in den längeren Pausen, wenn sie z.B. für einen Monat nach Hause reisten, gar nicht bezahlt werden.

Die Fahrer transportieren unterschiedlichste Waren, darunter Papier, Möbel, Fleisch oder Ta******en, und sind auf Routen in Deutschland, Frankreich, Skandinavien und weiteren europäischen Ländern unterwegs. Dabei wurde deutlich, dass viele Beschäftigte nur begrenzte Informationen über ihre Rechte und ihre Arbeitsbedingungen haben.

Photos from Faire Mobilität's post 12/06/2026

🦺🏗️👋Gestern führte Faire Mobilität zusammen mit dem Ermittlungsdienst der Soka-Berlin und den Beratungsstellen BEMA (Berliner Beratungszentrum für Migration und Gute Arbeit), Faire Integration Berlin und EVW eine Aktion auf Berliner Baustellen durch.

Im Rahmen dieser Aktion konnten wir etwa 40 migrantischen Bauarbeiter aus Bulgarien, Moldau, Albanien und der Ukraine über ihre Rechte informieren.
⚠️Einige der Beschäftigten arbeiteten ohne ausreichenden Arbeitsschutz auf der Baustelle, andere wussten nicht einmal, bei welcher Firma sie angestellt sind.
🗣️Einer der Bauarbeiter bedankte sich für die Informationsflyer und meinte: "Wir können nur hoffen, dass wir hier nicht verarscht werden."

Fachtagung: Investitionen bekommt das Land! Und gute Arbeitsbedingungen? 11/06/2026

👇Fachtagung von DGB, Faire Mobilität, dem PECO-Institut e.V./IG BAU und der Friedrich-Ebert-Stiftung am 30.06.2026 in Berlin!

Mit dem Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität hat die Bundesregierung die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass seit langer Zeit notwendige Investitionen endlich möglich werden.

500 Milliarden Euro verteilt auf die nächsten zwölf Jahre sind viel Geld und daraus ergeben sich auch viele Möglichkeiten. Damit diese Möglichkeiten aber auch Realität werden, braucht es Menschen, die „das Geld auf die Straße bringen“ bzw. in konkreten Projekten umsetzen.

In diesem Zusammenhang kommt der Baubranche mit ihren Beschäftigten eine zentrale Rolle für das Gelingen der Investitionsoffensive zu.

Wie aber steht es um die Rechte und den Arbeits- und Gesundheitsschutz dieser Beschäftigten – viele von ihnen mittlerweile mobile Beschäftigte aus dem EU-Ausland oder auch aus Drittstaaten? Wie kann sichergestellt werden, dass die großen Summen, die in Infrastrukturprojekte fließen, auch ihnen in Form guter Arbeitsbedingungen und fairer Bezahlung zugutekommen?

Diese Fragen wollen wir gemeinsam mit euch diskutieren!

📅Anmeldung bis zum 22. Juni 2026 über www.fes.de/lnk/640

📌Programm und alle Infos unter https://www.faire-mobilitaet.de/veranstaltungen/veranstaltung/fes-fachtagung-investitionen/

Fachtagung: Investitionen bekommt das Land! Und gute Arbeitsbedingungen? Die Friedrich-Ebert-Stiftung, der Deutsche Gewerkschaftsbund, Faire Mobilität, das PECO-Institut und die IG BAU laden herzlich zu einer gemeinsamen Fachtagung ein, in der wir diskutieren wollen, wie sichergestellt werden kann, dass die Investitionen, die in den nächsten Jahren getätigt werden, in...

Photos from Faire Mobilität's post 08/06/2026

Wir möchten Euch aufmerksam machen auf den Film "Fleisch". Es handelt sich um einen hybriden Spielfilm über die Schattenseiten der deutschen Fleischverarbeitung. Die Regie des fiktionalen Teils übernehmen ehemalige Arbeiter, Dragos (Dragos Tomescu) und Petrica (Petrica Onofrei), sowie unsere Kollegin Raluca (Raluca Gheorghe). Stellvertretend für viele Schicksale erzählen sie die Geschichte von Adrian (Axel Moustache), der nach brutaler Ausbeutung in Deutschland beginnt, sich gegen das System aufzulehnen. Auf der dokumentarischen Ebene bezeugen die drei im Austausch mit dem Regieteam Eike Weinreich und Alexej Hermann die Situation der Arbeitenden in den deutschen Schlachthöfen.

Der Spielfilm ist verfügbar in der ZDF-Mediathek und wurde am 8. Juni 2026, um 0:05 Uhr im ZDF ausgestrahlt: https://www.zdf.de/filme/fleisch-movie-100

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