15/06/2026
Der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Jochen Kopelke, besuchte heute das Schaudepot Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand. Dr. Julia Spohr, Direktorin der Stiftung Gedenkstätte Deutscher Widerstand, informierte über den Einsatz des Reichsbanners für die Verteidigung der Weimarer Republik. Bei einem Rundgang durch das Schaudepot stellte sie einige historische Objekte aus der umfangreichen Sammlung vor. Herzlichen Dank für den Besuch und den Austausch! Wir freuen uns auf künftige Kooperationen!
Informationen zum Schaudepot finden Sie unter: https://www.reichsbanner-geschichte.de/schaudepot
Gewerkschaft der Polizei - GdP Bundesvorstand
04/06/2026
Am 27. März 1933 wollen in Braunschweig etwa 1500 Mitglieder des bereits verbotenen Reichsbanners in den nationalkonservativen Stahlhelm übertreten. Und das, obwohl sich beide Wehrverbände jahrelang in Gegnerschaft zueinander befinden.
Das Reichsbanner bekennt sich zum Schutz der Weimarer Republik, der Stahlhelm will die Monarchie wiederherstellen. Mit dem Übertritt will das Reichsbanner einerseits seine Mitglieder im Stahlhelm schützen. Andererseits versuchen sie, gemeinsam ein Gegengewicht zur SA zu bilden. Letztlich verhindern die Nationalsozialisten den Übertritt von Reichsbanner-Männern zum Stahlhelm. Zahlreiche Reichsbanner-Anhänger sowie Stahlhelmer werden festgenommen und tagelang gewaltsam verhört.
Ulrich Menzel
Vereinte Gegner? Die Kooperation von Reichsbanner und Stahlhelm in Braunschweig im Frühjahr 1933 und deren Folgen
Schriftenreihe zur Geschichte des Reichsbanners Schwarz-Rot-Gold, Band 9
Berlin 2026, 241 Seiten
Metropol Verlag
Preis: 22€
Erhältlich im Buchhandel und beim Metropol Verlag: https://t1p.de/p85cb
01/06/2026
Die Gedenkstätte Deutscher Widerstand lädt herzlich zu einer Buchvorstellung ein:
Hans Coppi jr.:
Annäherung an meine Eltern
Hans und Hilde Coppi
🎤Begrüßung: Dr. Julia Spohr, Direktorin der Stiftung der Gedenkstätte Deutscher Widerstand
🗣️Einführung: Prof. Dr. Johannes Tuchel, ehemaliger Leiter der Gedenkstätte Deutscher Widerstand
📕Buchvorstellung: Dr. Geertje Andresen, Historikerin
📅 4.6.2026, 18 Uhr
📍 Gedenkstätte Deutscher Widerstand
👉 Infos & Anmeldung: https://t1p.de/igvjg
Im September 1942 werden Hans und Hilde Coppi verhaftet. Sie gehören zum Widerstandsnetzwerk um Harro Schulze-Boysen und Arvid Harnack, das von der Gestapo unter dem Fahndungsbegriff „Rote Kapelle“ dem sowjetischen militärischen Nachrichtendienst in Westeuropa zugeordnet wird. Vom Reichskriegsgericht, dem obersten Gericht der Wehrmacht, werden sie zum Tode verurteilt. Hilde Coppi bringt am 27. November 1942 im Berliner Frauengefängnis Barnimstraße ihren Sohn Hans zur Welt. Nur wenige Monate später, am 5. August 1943, wird sie in Berlin-Plötzensee mit dem Fallbeil ermordet. Hans Coppi wird dort bereits am 22. Dezember 1942 enthauptet.
Hans Coppi jr. hat seine Eltern nie kennengelernt. Er wächst in der DDR auf, kennt vor allem die offizielle Darstellung seiner Eltern und wird wegen deren Widerstandstätigkeit zur öffentlichen Person. Erst Ende der 1980er Jahre beginnt er, das Wirken seiner Eltern innerhalb des Widerstandsnetzwerks zu erforschen. Nach dem Mauerfall arbeitet er an der Gedenkstätte Deutscher Widerstand an diesem Thema weiter.
Dr. Geertje Andresen hat als langjährige freie Mitarbeiterin der Gedenkstätte Deutscher Widerstand und enge Kollegin von Hans Coppi jr. in Absprache mit ihm aus seinem Vorlass mehrere Arbeiten über Hans und Hilde Coppi und die „Rote Kapelle“ in einer Publikation herausgegeben, die sie an diesem Abend vorstellt.
26/05/2026
Albanien war während des Zweiten Weltkriegs Zufluchtsort für zahlreiche jüdische Flüchtlinge aus ganz Europa. Anders als in vielen europäischen Ländern fanden sie dort Schutz, Geborgenheit und neue Freunde. Es ist eines der wenigen Länder auf dem Kontinent, das nach dem Krieg mehr Jüdinnen und Juden zählte als davor. Der neueste Band unserer Schriftenreihe »Stille Helden – Widerstand gegen die Judenverfolgung in Europa 1933– 1945« stellt die komplexe Geschichte Albaniens bzw. »Großalbaniens« während des Zweiten Weltkriegs vor. Er erzählt siebzehn eindrückliche Geschichten jüdischer Flüchtlinge und ihrer Rettung durch muslimische, katholische und christlich orthodoxe Albanerinnen und Albaner.
Erhältlich im Buchhandel und beim Lukas Verlag: https://t1p.de/b4hfo
Franziska Zaugg
Albanien, wir überlebten dank deiner Menschlichkeit
Hilfe für verfolgte Jüdinnen und Juden in Albanien 1939–1944
Stille Helden – Widerstand gegen die Judenverfolgung in Europa 1933–1945
Hrsg. von der Stiftung Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Berlin 2026, 364 Seiten
Lukas Verlag
Preis: 25 €
Lukas Verlag für Kunst- und Geistesgeschichte